Kinderferienwoche in Stein/Dacia Rumänien

Liebe Freunde,
es ist schon etwas ungewöhnlich in diesem Jahr einen Bericht zu schreiben über eine Tour, die ich gar nicht gemacht habe. Für mich ist sozusagen, der oft daher gesagte Satz: „Erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt“ realistisch geworden.
Geplant habe ich, in den rumänischen Osterferien Ghita und sein Team auf einen Einsatz nach Dacia zu begleiten. Leider hat mich das Coronavirus erwischt und ich musste zu Hause bleiben. Das war schwer für mich besonders deshalb, weil meine Beschwerden nur leicht waren.
Trotzdem habe ich Ghita und sein Team ermutigt zu fahren und den Einsatz durchzuführen.

Weil mein Ausfall so plötzlich war, hatten sie nun die ganze Vorbereitung und dazu logistische Herausforderungen allein zu meistern. Das haben sie geschafft und sie sind gewachsen. Einmal als Team, aber auch jeder einzelne persönlich. Dank der Technik war es mir möglich punktuell mit dem Team verbunden zu sein. So durfte ich jeden Morgen einen
Impuls vorbereiten und so den Tag mit dem Team gemeinsam beginnen. Dabei habe ich aus erster Hand ihre Begeisterung für gemeisterte Herausforderungen vernommen, von Schwierigkeiten erfahren und Bilder geschickt bekommen, die davon zeugten, dass die Themen, Spiele, Aktionen und Lieder sehr gut ankamen.
Am Ende war ich dankbar. Dankbar für den hohen persönlichen Einsatz der Jugendlichen und ihres Leiters. Dankbar für eine Woche, in der Kinder fröhlich miteinander gespielt, und Dinge gelernt haben, die ihnen helfen ihr Leben zu meistern auch dann, wenn es mal nicht so glatt läuft. Dankbar für entstandene Freundschaften, die über kulturelle und ethnische Unterschiede hinweggehen und somit Zeichen setzen in ein Dorf hinein, dass lange Zeit als der Pfuhl Siebenbürgens bezeichnet wurde.
Dankbar bin ich aber auch für meine persönliche Erkenntnis. Nämlich die, dass Gott gut ist auch dann, wenn die Dinge anders kommen als ich es mir gedacht habe.
Euch allen einen gesegneten Sommer und Kraft für die Entscheidung immer wieder neu auf Gott zu vertrauen, vor allem dann, wenn es mal anders kommt als geplant.
Seid herzlich gegrüßt,
Wolfgang.

Was passiert mit unseren Spenden

Wo gehen eigentlich unsere Spenden hin und können wir wirklich sicherstellen, dass die Hilfe auch da ankommt wo sie gebraucht wird.

Wir haben in den letzten Wochen viele neue Kontakte hergestellt. Täglich kommen neue Kontakte hinzu. Wir möchten euch in diesem Beitrag mal auflisten wer diese Kontakte sind und wie wir sie nutzen.

Eine wichtige Basis ist der Kontakt zu anderen Vereinen. Hier ist in erster Linie „Fortune Hilft“ zu erwähnen. So oft kommt es vor das wir uns gegenseitig anrufen, weil wir selber keine Lösung für ein Problem haben. So geht es in beide Richtungen. Mittlerweile bündeln wir auch unsere Hilfstransporte in die Ukraine. „Fortuna Hilft“ transportiert Ihre Hilfsgüter bis nach Berlin und wir transportieren sie dann mit anderen Spenden weiter bis in die Ukraine.

Den Transport übernimmt sehr oft die Polsterei von Sebastian Grund, der mit einem Freund, dem Möbelbauer „Krug & Sohn“, an die Ukrainische Grenze fährt. An der Grenze ändern sich die Situationen sehr oft, so das immer spontan die Übergabe angepasst werden muss.

Hier ist dann unser dritter fester Partner „Pavlo“ zu erwähnen. Er ist in der westlichen Ukraine zuhause und nimmt unsere Spenden an der Grenze in Empfang. In der Ukraine, werden dann die Sachen noch einmal fein sortiert und dann weiter an die Orte gebracht wo sie wirklich gebraucht werden. Gerade das Netzwerk welches sich Pavlo in der Ukraine aufgebaut hat ist bei der Hilfe sehr wichtig.

Ihr seht, bis die Güter überhaupt in der Ukraine angekommen sind, gehen diese schon durch zig Hände.

Dieser Weg ist natürlich noch recht einfach. Von Berlin kann an einem Tag ein Sprinter hin und wieder zurück fahren. Aber es gibt Gebiete wo die Hilfe noch deutlich aufwendiger ist.

So unterstützen wir Oana und Ronald, die eine Station an der moldawisch- ukrainischen Grenze eingerichtet haben. Die beiden haben dort ein Team von freiwilligen aufgebaut, mit dem sie durchreisende Flüchtlinge versorgen. Neben Lebensmitteln bekommen Kinder hier auch mal ein Kuscheltier und wenn die Flüchtlinge zu spät am Abend ankommen, können sie auch in Ihrer kleinen Notunterkunft bleiben.

Leider konnten wir bis jetzt nur einmal Hilfsgüter zu den beiden bringen. Die Strecke ist natürlich deutlich weiter und lange nicht so gut ausgebaut. Ein Hilfstransport braucht für die Strecke hin und zurück etwa 75 Stunden reine Fahrzeit. Zum Glück haben wir unser Haus in Stein, wo die Fahrer eine Pause einlegen können und von Elvira unser Fee vor Ort versorgt werden.

Über Oana haben wir einen weiteren Kontakt zu Silvia hergestellt. Silvia leitet das große Flüchtlings Auffanglager in Iasi. Von hier aus geht es eigentlich nur mit dem Auto weiter. Es fahren zwar Züge, aber nie direkt und nur mit viel Umsteigen geht es Richtung Ungarn. Es gibt einen Flughafen, aber auch hier keinen direkten Flug nach Deutschland.

Hier kommt nun wieder der nächste Kontakt hinzu. Dennis ist eigentlich Sicherheitsexperte, aber er hat Sponsoren, die mit Kleinbussen, Reisebussen aber sogar Flugzeugen gestrandeten Flüchtlingen die Möglichkeit schafft sie an Ihr Ziel zu bringen. Die erste Tour nach Iasi, hat Dennis selber übernommen. Er ist mit seinem Bekannten Patric und zwei Vitos nach Iasi gefahren und hat dort direkt die Flüchtlinge bis nach Deutschland gebracht.

Hier schließt sich auch wieder der Kreis zu „Fortuna Hilft“. Durch ein Projekt was Fortuna angestoßen hat (warmes-bett.de) konnten wir dann schon viele Flüchtlings Familien unterbringen.

Aber nicht nur diese Personen helfen. Jeder der auch nur eine Zahnbürste Spendet, hilft uns in diesem großen Netzwerk Hilfe zu leisten.

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Knapp 30 Personen mit denen wir direkt in Kontakt stehen und hinter denen aber auch wieder viele andere Helfer stehen.

Wir alle machen es Ehrenamtlich. Keiner dieser Personen bekommt Geld oder andere Zuwendungen aus unseren Hilfsprojekten. Alle Sach- oder Geldspenden gehen immer direkt dorthin wo sie gebraucht werden.